Zukunft der Eingliederungshilfe

Jens Petersen trifft die Spitzenvertreter von "In der Gemeinde leben"

Zu einem Gespräch über die Zukunft der Eingliederungshilfe trafen sich Jens Petersen, der Geschäftsführer Herr Kurt-Ulrich Wiggers und weitere Spitzenvertreter von "In der Gemeinde leben" (IdGl) aus Düsseldorf Flingern am 11. April 2007.

In der Gemeinde leben ist eine Gesellschaft der Diakonie Düsseldorf und der von Bodelschwingh´schen Anstalten Bethel, die Menschen mit Behinderungen eine differenzierte fachliche Unterstützung anbietet. Zu den Hilfsangeboten gehören klassische Wohnheimplätze sowie betreutes Wohnen in den eigenen vier Wänden. Als Kostenträger fungieren der Landschaftsverband Rheinland LVR und die Stadt Düsseldorf.

Für die von IdGl betreuten Einrichtungen spielt die Finanzierung durch die sogenannte Eingliederungshilfe eine große Rolle.
Diese ist gesetzlich im Sozialhilfegesetz (BSHG) verankert und soll körperlich, geistig und seelisch wesentlich behinderten Menschen eine finanzielle Unterstützung ermöglichen.
Die Finanzverantwortung für die Ausgestaltung der Ansprüche liegt bei den Kommunen und überörtlichen Trägern. Die Hilfegestaltung ist somit auch von der jeweiligen Lage der kommunalen Kassen abhängig, so dass es zu regionalen Ungleichheiten kommen kann.

Zudem steigt die Anzahl der Personen, die Anspruch auf Eingliederungshilfe haben stetig. Hier muss in Zukunft geprüft werden, inwieweit der weitere Ausbau ambulanter Hilfe, effektivere Verwaltungsstrukturen, Entbürokratisierung und ähnliche Maßnahmen zur Kostensenkung beitragen können.
Das Gespräch drehte sich daher vor allem um mögliche Ansatzpunkte zur Reformierung der Eingliederungshilfe. Diese soll durch ein Landesgesetz im Jahre 2008 neu gestaltet werden.

Ein gutes Beispiel dafür, wie die Leistungen für behinderte Menschen verbessert werden können, ohne auf das neue Gesetz warten zu müssen, ist in NRW die "Rahmenzielvereinbarung zwischen der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege und den Landschaftsverbänden zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe unter fachlichen und finanziellen Aspekten" vom 09.05.2006 mit dem Ziel, den Grundsatz "ambulant vor stationär" umzusetzen.

Vereinbart wurde, sich im Herbst diesen Jahres erneut zu treffen, um das Know-How von IdGl in das neue Gesetzesvorhaben einbringen zu können.

Weitere Informationen finden Sie anbei zum Download sowie unter folgendem Link.

Downloads
Rahmenzielvereinbarung
Teilhabe für alle

Links
In der Gemeinde leben

Nächste Termine

Newsletter-Anmeldung



Empfange HTML?

cdunrw-tv
cdunrw-aktuell
cdunrw-jetzt-mitglied-werden
Mitgliedermagazin der CDU
CDU NRW