Wandel und lebendige Geschichte im Zoo-Viertel
Donnerstag, den 21. Dezember 2006 um 08:35 Uhr
Im Herbst 2006 wurde das Denkmal für den Zoo-Bunker mit einem feierlichen Akt durch Oberbürgermeister Joachim Erwin enthüllt.Als Mitglied der Jury des Ideenwettbewerbs freut Jens Petersen sich über diese Bereicherung für das Zoo-Viertel.
An die wechselvolle Geschichte des Zoo-Bunkers erinnert nun im Innenhof des Gebäudekomplexes das Denkmal des Düsseldorfer Künstlers Christoph Krane.
Sein Werk ist das Ergebnis des Ideenwettbewerbs mit dem Motto "Aus Altem Neues schaffen" und "positiv erinnern". Vorgabe für das Denkmal war die Verwendung von Gesteinsbrocken aus dem Bunker.
Seine Umsetzung erinnert gleichermaßen an den Bunker sowie das Löbbecke-Museum, das bis 1987 im Bunker beheimatet war.
Der Bunker, der im 2. Weltkrieg den Bewohnern des Zoo-Viertel als Zufluchtsort diente, erlebte ab 1947 eine ungewöhnliche Umnutzung: Nach der Zerstörung des Gebäudes des Löbbeke-Museums an der Brehmstraße 1943, zog die Sammlung nach Kriegsende in den Zoo-Bunker. Ein Provisorium, das 40 Jahre währte und 3,8 Millionen Besucher anzog. 1987 zog das Löbbecke-Museum in seinen Neubau am Nordpark.
Nach 1987 wurde versucht, den Zoo-Bunker als Probenraum für Musiker und als Ateliers für bildende Künstler zu nutzen. Dies scheiterte und zuletzt wurde der Bunker als Lagerhalle genutzt.
Ab Februar 2005 wurde der Bunker in mühevoller Arbeit abgetragen. An die eigentliche Bestimmung des Bauwerkes wurden die Anwohner zweimal erinnert, als sie aufgrund gefundener Fliegerbomben für die Dauer der Entschärfung evakuiert werden mussten.
Es entstanden die "Löbbecke Arkaden" mit 67 Eigentumswohnungen, in deren Grünbereich das neu geschaffene Denkmal jetzt steht.




