"Für Glaube, Sitte, Heimat": Würdigung der Schützen in NRW

Nach intensiver Beratung in den Ausschüssen wurde der Antrag "Das Schützenbrauchtum verdient unsere Anerkennung und Unterstützung" in der Plenarsitzung am 13.11.2008 mit den Stimmen von CDU und FDP verabschiedet. Bedauerlicherweise haben die Oppositionsfraktionen dem Antrag nicht zugestimmt und den Schützinnen und Schützen die verdiente Unterstützung vorenthalten.

Mit diesem Antrag, der auf Initiative von Jens Petersen eingebracht wurde, soll auf die Verdienste der Schützenbruderschaften und -vereine in Nordrhein-Westfalen aufmerksam gemacht werden. Die Schützinnen und Schützen leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wichtigen Beitrag zur Traditions- und Heimatpflege, auf sozialem und sportlichem Gebiet und zur Jugendarbeit und -förderung. Sie sind somit ein unersetzlicher Bestandteil des Gemeinwesens in Düsseldorf und im ganzen Land.

Durch die Vergabe einer Ehrenplakette zu Vereinsjubiläen und die Auslobung eines Preises wird das Land zukünftig seine Wertschätzung gegenüber den Verdiensten der Schützenbruderschaften und -vereine angemessen zum Ausdruck bringen. Der Preis soll für besondere Verdienste bei der Heimat- und Traditionspflege, auf karitativem Gebiet, in der Jugendförderung oder im Jugendschutz vergeben werden.
Die Verdienste der Schützinnen und Schützen werden so der Öffentlichkeit deutlich sichtbar gemacht und gewürdigt. Diese Anerkennung wird ein weiterer Ansporn für ihre ehrenamtliche Tätigkeit sein.
Bisher gibt es sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch bundesweit eine Reihe von Auszeichnungen für ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger. Auszeichnungen, speziell für Verdienste um das Schützenwesen, werden in Nordrhein-Westfalen einzigartig sein.

In seiner Rede wies Jens Petersen darauf hin, dass die CDU-Fraktion voraussichtlich im Frühjahr 2009 einen Antrag einbringen wird, mit dem auf die Verdienste der vielen Karnevalsvereine in Nordrhein-Westfalen aufmerksam gemacht werden soll. Karnevalsvereine übernehmen wie die Schützenvereine und -bruderschaften eine wichtige Rolle bei der Traditions- und Heimatpflege in NRW. Aus diesem Grund soll in den nächsten Monaten ein Vorschlag erarbeitet werden, wie dieses Engagement ebenfalls angemessen anerkannt und gewürdigt werden kann.

Im Anschluss an die Debatte über den Antrag und die Plenarsitzung fand im Landtag ein Parlamentarischer Abend "Schützenbrauchtum NRW" statt, der gemeinsam vom Landtag und den sechs größten Schützenverbänden des Landes veranstaltet wurde.

Mit einem Fackelzug zum Landtag und dem Großen Zapfenstreich auf dem Vorplatz des Landtages begann der Abend eindrucksvoll. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Landtagspräsidentin Frau Regina van Dinther sprach der Hochmeister des Bundes der Historischen Deutschen Bruderschaften, Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein.
Mit Fahnenschwenken und einem Ehrentanz der Majestäten wurde der offizielle Teil traditionsbewusst beendet und der gesellige Teil des parlamentarischen Abends eingeläutet.

Zu Ihrer Information finden Sie anbei den verabschiedeten Antrag, einen Artikel der Rheinischen Post, sowie einen Link zum Videomitschnitt der Plenarrede von Jens Petersen zum Antrag.

Downloads:
Rheinische Post vom 14.11.2008
Drucksache 14/7337

Links: Plenarrede zum Schützenantrag

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