Mareike Könnecke: Bericht zum Praktikum im Landtag NRW

Im August 2006 habe ich im Landtagsbüro von Dr. Jens Petersen ein vierwöchiges Praktikum absolviert. Dabei habe ich viele neue Erfahrungen sammeln können und auch einen Einblick in den Ablauf der Politik des Landes Nordrhein-Westfalen gewonnen.
Durch das Praktikum wollte ich den Tagesablauf eines Abgeordneten des nordrhein-westfälischen Landtags und die Arbeitsweise des Landtags selbst aus nächster Nähe erfahren und als Studentin der Politikwissenschaften herausfinden, was die Theorie von der Praxis trennt. Ein halbes Jahr zuvor hatte ich bereits ein Praktikum im Bundestag absolviert und war nun besonders gespannt, inwieweit sich die Arbeitsweisen der beiden Parlamente unterscheiden oder gleichen würden.
Zu Beginn meines Praktikums befand sich der Landtag in der Sommerpause. Dadurch hatten die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen – Britta Schmidt und Regina Reczko - mehr als sonst Zeit, mir Arbeitsabläufe zu erklären und mir bei eventuellen Problemen bei der Bearbeitung von Aufgaben zu helfen. Dies war gerade in der Anfangszeit sehr angenehm.

Bei einer Führung durch den Landtag zeigte mir Britta Schmidt, wo sich der Plenarsaal, die Fraktionssäle und andere wichtige Räumlichkeiten wie etwa die Bibliothek befinden. Dabei erklärte sie mir auch, wie ich mich dort am einfachsten zu Recht finden würde, was für spätere Rechercheaufgaben ungeheuer hilfreich war. Beeindruckend war auch die Atmosphäre in dem architektonisch sehr anspruchsvollen Gebäude des Landtags Nordrhein-Westfalen, vor allem an Tagen, an denen Plenarsitzungen stattfanden und man somit ständig Journalisten, Besuchergruppen und natürlich auch Politikern begegnete.
Ein deutlicher Unterschied gegenüber dem Bundestag trat sehr schnell zu Tage: Im Bundestag herrscht Anonymität, im Landtag stehen die meisten Türen zu den Büros offen und man kennt sich. Sogar die Themen, die bearbeitet werden, haben fast immer einen direkten Bezugspunkt, d.h. sie betreffen den Einzelnen unmittelbar und sind deshalb auch so interessant.

Die Aufgaben, die ich im Landtagsbüro von Herrn Petersen erledigte, waren vielseitig und reichten von der Beschaffung von Dokumenten über Telefonate mit Ministerien und Bürgern und der Büroorganisation bis hin zur Recherche von Themen und der Erstellung von Artikeln für die Webseite des Abgeordneten. Außerdem wurde ich mit der Erarbeitung oder Auswertung diverser Schriftstücke betraut und recherchierte in verschiedenen Fällen Material zu unterschiedlichen aktuellen Themenbereichen. Dabei merkte ich zunehmend, wie ich mehr und mehr in die Materie einstieg. Das war interessant und motivierend.
Des Weiteren erhielt ich durch Veranstaltungen und Ausschusssitzungen weiter gehende Einblicke in die Arbeitsweise des Landtags und seiner Mitglieder. So nahm ich an einer Fachveranstaltung der CDU-Landtagsfraktion zum Thema „Generationenbilanz und nachhaltige Haushaltspolitik“ teil und besuchte eine Veranstaltung über die NRW-EU Strukturförderung für die kommenden Jahre. Natürlich hatte ich auch die Gelegenheit, an Plenarsitzungen teilnehmen zu können.
Die Arbeit im Landtagsbüro von Herrn Petersen ermöglichte mir viele Einblicke in die aktuelle Landespolitik und ich gewann eine ganze Reihe von Erkenntnissen. So war beispielsweise die arbeitsmäßige Belastung der Abgeordneten, mit einer Vielzahl an Sitzungen, Bürgeranfragen, Veranstaltungen und vielem anderem mehr, eine Überraschung für mich. Auch die Anzahl an Dokumenten, Anfragen und anderweitigen Papieren, welche im Laufe einer Woche bearbeitet werden mussten, war beträchtlich.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die gewonnenen Einblicke höchst informativ und teilweise auch überraschend waren. Ich kann ein Praktikum im Landtag Nordrhein-Westfalen somit jederzeit an Kommilitonen weiterempfehlen, die sich einen Einblick in die Landespolitik verschaffen wollen.

Nächste Termine

Newsletter-Anmeldung



Empfange HTML?

cdunrw-tv
cdunrw-aktuell
cdunrw-juergenruettgers-direkt
cdunrw-jetzt-mitglied-werden
Mitgliedermagazin der CDU
10 Gute Gründe
CDU NRW