Familienunternehmen schaffen dauerhaft Wohlstand und Arbeitsplätze

Zu diesem Thema lud die Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung der CDU-NRW MIT im Februar zu einem Gesprächsabend im Börsensaal der IHK Köln ein.

Organisiert durch Jens Petersen und seinen Parteikollegen Max Pohl diskutierten auf dem Podium Frau Christiane Underberg (Mitinhaberin der Underberg AG), Dr. Patrick Adenauer (Präsident DIE FAMILIENUNTERNEHMER - ASU) und Dr. Jens Baganz (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen). Die Moderation lag in den Händen von Roland Tichy, dem Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Rund 200 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil und machten von der Diskussionsmöglichkeit regen Gebrauch.

Zentrales Thema des Abends war das Bild des Unternehmers in der Gesellschaft. In NRW stellen kleinere und mittlere Unternehmen 99,7 % der Unternehmen des Landes und schaffen fast 70% aller Arbeitsplätze. Dennoch ist das Bild des Unternehmers in der Öffentlichkeit ein eher negatives, und es fehlt ihm eine Lobby gegenüber der Politik.

Frau Underberg stellte heraus, wie wichtig für eine erfolgreiche und langfristige Unternehmenspolitik die Definition und das Vorleben von Werten, Tradition und Zukunftszielen seien. Als Unternehmerin, die sich nicht nur für Umwelt- und Denkmalschutz, sondern auch die Katholische Kirche und ihre Werte engagiert, berichtete sie jedoch von den negativen Reaktion hierauf in Deutschland und kritisierte dies.
Herr Tichy äußerte seinen Eindruck, dass kleine und mittelständische Unternehmer sich häufig nicht befähigt sehen, in große politische Diskussionen einzugreifen. Er forderte die Unternehmer auf, sich stärker einzubringen, dabei mehr Verständnis für die Politik aufzubringen und diese, wenn nötig auch zu unterstützen.

Staatssekretär Baganz schilderte hierzu den aktuellen Fall des Baus der CO-Pipeline in NRW und wünschte sich bei der öffentlichen Diskussion mehr Unterstützung der Unternehmer gegen die Front der Pipelinegegner. So sei es in NRW kaum noch möglich, wirtschaftliche wichtige Projekte gegen Einzelinteressen durchzusetzen.

In der Diskussion mit dem Publikum wurde unter anderem über das neue Erbschaftsteuerrecht debattiert, dessen bisheriger Entwurf gerade Familienunternehmen stark benachteiligt. Dr. Adenauer berichtete von seinen Bemühungen, Bundespolitiker von den Fehlern des Entwurfes zu überzeugen und bestätigte die großen Schwierigkeiten, die das Gesetz für Familienunternehmen mit sich bringen würde.
Auch die Anwendung von CSR (Corporate Social Responsibility) und, im Hinblick auf den aktuellen Fall Nokia, die Vergabe von Fördergeldern in NRW wurden diskutiert. Staatssekretär Baganz erläuterte, dass das System der Vergabe von Fördermitteln seit dem Regierungswechsel 2005 umgestellt wurde und nun weitestgehend von Wettbewerben abhängt. Weiterhin betonte er, dass seitdem kein Unternehmen in der Größenordnung von Nokia Fördermittel erhalten könne.

Nach einem kurzen Schlusswort von Jens Petersen, der allen Teilnehmern dankte, klang der Abend bei einem Glas Kölsch im persönlichen Gespräch im Foyer der IHK Köln aus.

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