Düsseldorf-Gerresheim: Werkstattverfahren für neue Perspektiven
Freitag, den 02. Mai 2008 um 15:24 Uhr
Anfang April wurde das Werkstattverfahren "Perspektiven für Gerresheim Süd" eröffnet. Ausgeschrieben wurde das Werkstattverfahren durch die Stadt Düsseldorf und das Unternehmen Owens Illinois, in deren Besitz sich der Großteil des Geländes befindet.Mit dem Ziel, neue Nutzungsideen für das Gelände der Gerresheimer Glashütte zu entwickeln, wurden sechs Planerteams eingeladen. In Zusammenarbeit mit interessierten Bürgerinnen und Bürgen sollen neue Perspektiven für die Neugestaltung und Nutzung des 31,5 Hektar großen Geländes entstehen.
Ende April wurden in einer Zwischenpräsentation erste Konzepte vorgestellt. Ende Mai wird das Werkstattverfahren mit den Abschlusspräsentationen beendet.
Zahlreiche Eckpunkte sind innerhalb des Werkstattverfahrens für die Entwicklung neuer Konzepte vorgegeben. Unter Einbeziehung der geplanten Umgehungsstraße L404n sollen auf dem Gelände neue Wohngebiete mit einer Kindertagesstätte, Spielflächen und einem Bolzplatz entstehen und Gewerbe und Einzelhandel angesiedelt werden. Das Stadtteilzentrum Heyestraße soll so eine wesentliche Stärkung erfahren.
Die bislang durch Rohre unter dem Gelände geleitete Düssel soll wieder freigelegt werden. Neben privaten Grünflächen sollen pro Einwohner 6 qm Grünfläche entstehen. Bisher fehlende Naherholungsmöglichkeiten in den angrenzenden Wohngebieten werden so für alle Anwohner in Gerresheim Süd geschaffen.
Da die Gerresheimer Glashütte über lange Zeit das Gesicht des Stadtteils geprägt und somit auch eine historische Bedeutung hat, ist auch der Erhalt einiger denkmalwerter Gebäude einzuplanen. Zu nennen wären hier die Kraftzentrale von 1906, das 1923 erbaute Kesselhaus und der gläserne Wasserturm von 1966.
Es kann mit Spannung erwartet werden, wie Stadtplanungsprofis und Bürgerinnen und Bürger mit dieser Herausforderung umgehen und welche Pläne sie in diesem Werkstattverfahren entwickeln.






