Bürgerhilfe Gerresheim fördert Rauschbrillen-Projekt der Jugendarrestanstalt Gerresheim
Montag, den 29. März 2010 um 00:00 Uhr
Als 2. Vorsitzender der Bürgerhilfe Gerresheim konnte Jens Petersen die NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter in den Räumlichkeiten der Bürgerhilfe in Düsseldorf-Gerresheim begrüßen. Anlass des Besuchs war die Überreichung eines Förderpreises in Höhe von 2.000 Euro für das Projekt "Rauschbrillen" an die Jugendarrestanstalt Gerresheim. Der Leiter der Jugendarrestanstalt, Jugendrichter Edwin Pütz, freute sich, dass das Projekt "Rauschbrillen" mit Unterstützung der Bürgerhilfe Gerresheim nun langfristig gesichert ist.
Bis zu 60 Jugendliche zwischen 14 bis 21 Jahren sind für maximal 4 Wochen in der Jugendarrestanstalt untergebracht. Meist sind es Jungen, die mit diesem "Warnschuss Arrest" und ohne Ablenkung durch Drogen, Handy und Fernseher die Möglichkeit erhalten, über sich selbst und ihre Zukunft nachzudenken. Das erklärte Ziel der Einrichtung ist es, die Jugendlichen in der kurzen Zeit von durchschnittlich zehn Tagen positiv zu beeinflussen und sie auf einen besseren Weg zu bringen.

Bis zu 80 % der Insassen konsumieren täglich Marihuana. Hier setzt das Projekt "Rauschbrille" an, das von Laura Stroh, Studentin der Sozialpädagogik und Sozialarbeit an der FH Düsseldorf, entwickelt wurde und weiterhin betreut wird. Die Rauschbrillen, die wie Taucherbrillen getragen werden, verzerren für den Träger die Umwelt und lassen ihn torkeln und schwanken. So wird ein Alkohol- oder Drogenrausch simuliert und die Jugendlichen erfahren, welche Wirkung sie auf andere haben und wie unsicher sie sich in diesem Zustand bewegen.
NRW-Justizminister Müller-Piepenkötter würdigte die hervorragende sozialpädagogische Leistung der Jugendarrestanstalt und ihres Leiters Edwin Pütz. „Jugendstraftätern zu helfen, ist eine gesellschaftliche Aufgabe", sagte die Ministerin, und dieser Aufgabe habe sich die Bürgerhilfe Gerresheim in hervorragender Weise angenommen.
Lesen Sie hierzu auch die Presseberichte der Westdeutschen Zeitung und der Rheinischen Post vom 27.03.2010:




